10 Jahre DOLL panther

Der DOLL panther feierte auf der bauma 2010 Weltpremiere. Auf die Vorstellung folgte eine Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält. Zum 10-jährigen Jubiläum der panther-Reihe startet die DOLL Fahrzeugbau GmbH ein vielfältiges Aktionsprogramm. Den Auftakt bildet eine Online-Kampagne, bevor im Sommer mit einer Produktneuheit ein weiteres Kapitel in der panther-Geschichte aufgeschlagen wird. „DOLL panther, die Revolution in der Fahrwerks-Technologie“ lautete die Überschrift zur Weltpremiere anno 2010 in München und im Grundsatz hat sich daran bis heute nichts geändert. Von den ersten Konstruktionszeichnungen an stand eine langlebige und wartungsarme Achsbauweise im Mittelpunkt, gepaart mit hohen Nutzlasten, geringen Ladehöhen und bestmöglichen Fahreigenschaften. Ein Konzept, das vollauf überzeugte: Heute befinden sich bereits mehr als 6.500 panther-Achsen im Einsatz.

Das Herzstück der Semi- und Tiefbett-Sattelauflieger bilden seither die panther-Fahrwerke mit geteilten, hydraulisch gefederten und gelenkten Zwölf-Tonnen-Achsen mit Einzelradaufhängung. Mit Ober- und Unterlenker entspricht der Aufbau einer Doppelquerlenkerachse, wobei die Räder in bekannter Zwillingsanordnung auf einer Radnabe montiert sind. Zum außergewöhnlich guten Fahrverhalten mit geringem Reifenverschleiß, einer hervorragend stabilen Nachlaufeigenschaft und einem Hub von 315 Millimeter addiert sich ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil: Wie bei einer Lenkschenkelachse können die Zwillingsreifen problemlos von außen gewechselt werden, dank der Wagenheberfunktion oder Achslift sogar ohne zusätzliche Hilfsmittel.

Steuerungskonzept DOLL tronic auf CAN-Bus-Basis

Nicht nur bei der „Hardware“, auch bei der Software ist DOLL Innovationsführer. So sind die panther-Fahrwerke inzwischen serienmäßig mit dem Steuerungskonzept DOLL tronic ausgestattet, dass DOLL in dieser Form als erster im Schwerlastmarkt eingeführt hat. Alle Trailerfunktionen lassen sich damit über separate Keypads am Heck und Schwanenhals sowie per Funk ausführen. Dank Rückmeldungen im Display der Funkfernsteuerung kann der Fahrer vieles von jeder Position aus überwachen, spart Zeit beim Be- und Entladen und muss insgesamt seltener ein- und aussteigen. Mit dem rechnergestützten Steuerungskonzept auf CAN-Bus-Basis werden zudem sämtliche Positionierungen permanent überwacht, und es lassen sich auch während der Fahrt die Fahrniveaus ändern. Ebenfalls integriert ist eine „Wasserwaagen-Funktion“ für gleichbleibendes Fahrniveau auf seitlich abschüssiger Fahrbahn.

In Kombination mit der DOLL tronic wird DOLL mit der positionsunabhängigen elektronischen Einspurung (EEP) ein weiteres Mal dem Ruf als Innovationsführer gerecht. Über den Abgleich des Knickwinkels zwischen Zugmaschine und Auflieger ermittelt das nur bei DOLL erhältliche System den richtigen Lenkeinschlag der Fahrwerksachsen und stellt diese für einen korrekten Geradeauslauf ein – automatisch und in jeder beliebigen Position des Aufliegers. Das lästige Geradeziehen des Zuges nach jedem Nachlenkvorgang gehört somit der Vergangenheit an.

Auf der Sensorik der DOLL tronic baut auch das Trailer-Management-System DOLL connect auf. DOLL connect erfasst alle verfügbaren Fahrzeugdaten wie zum Beispiel Achslast, Reifendruck, Position von Fahrniveau und Lenkung. Das System überträgt außerdem Fehlermeldungen der Zentralschmieranlage und überwacht die Position von Rampen, Querverschiebung und Hauptrahmenverriegelung. Alle Informationen werden anschaulich im Display der Funkfernbedienung angezeigt.

Alle gleichwohl innovativen und bewährten Steuerungs- und Sensorik-Komponenten sorgen für einen maximalen Bedienungskomfort, eine hohe Fahr- und Funktionssicherheit und sehr geringe Wartungskosten. Last but not least – Qualität zahlt sich aus: Auf alle panther-Fahrwerkskomponenten (Ober- und Unterlenker, Lagerungen und Zylinderaufnahmen) sowie die Rahmenbauteile gewährt DOLL fünf Jahre Garantie!

panther Technik im Überblick

  • Fahrwerke mit geteilten Achsen und Einzelradaufhängung; Achslast: 12 t
  • hydraulische Federung mit getrennten Hydraulikkreisen
  • hydraulische Zwangslenkung aller Achsen, bis zu 55 Grad Lenkeinschlag
  • 850 mm Grundfahrhöhe mit 315 mm Gesamthub (-70/+245 mm)
  • niedrigste Ladehöhe bei 70 mm Einfederung: 780 mm
  • stufenlos einstellbare Fahrniveaus, auch linke und rechte Seite unabhängig voneinander („Wasserwaagen-Funktion“)
  • Bedienung aller Aufliegerfunktionen über Keypads am Schwanenhals und Hinterachsfahrwerk
  • bis zu vier Fahrhöhen über die DOLL tronic programmierbar und per Funkfernsteuerung auch während der Fahrt anzusteuern
  • große Spurbreite und kleiner Wankhebelarm
  • keine Seitenneigung beim Einlenken in die Kurve, unabhängig von Fahrhöhe und Lenkeinschlag
  • reduziertes Eigengewicht dank großer Rahmenquerschnitte
  • einfach, doppelt, dreifach und sogar vierfach teleskopierbar
  • vielfältige Konfigurationen, unterschiedliche Schwanenhälse, Auf- und Anbauten sowie Ladebetten, von durchgehenden Plattform- bis zu extrem niedrigen und überfahrbaren Tiefbettfahrzeugen
  • jede Achse optional mit Liftfunktion

Highlights aus 10 Jahren panther

  • Januar 2009: Die Geburtsstunde des panther. Auf den Entwicklungsauftrag einer Einzelradaufhängung hin nimmt die charakteristische Achstechnologie Gestalt an.
  • Dezember 2009: Beginn der ersten Testfahrten. Prototyp ist ein Zweiachs-Tiefbett, das von der Spedition Gutmann GmbH & Co. KG auf Herz und Nieren geprüft wird.
  • April 2010: Premiere auf der bauma in München. Das Messefahrzeug, ein siebenachsiger Semi-Sattelauflieger, stößt auf riesiges Interesse.
  • Juni 2010: Das Münchener Premierenmodell geht an die Hegmann Transit GmbH & Co. In den folgenden Jahren gibt das Unternehmen zehn weitere panther in Auftrag.
  • November 2010: Der erste panther geht in den Export. Das norwegische Unternehmen Proven Transport AS stellt einen dreiachsigen Semi-Sattelauflieger in Dienst.
  • Mai 2011: Erste panther Spezialtransporte in Frankreich. Die Transports Chevrier SA transportiert mit sechsachsigen Semi-Sattelaufliegern Bahnwaggons, Straßenbahnen und Lokomotiven.
  • September 2012: DOLL schnürt zur IAA das panther PLUS-PAKET mit einer Fünf-Jahres-Garantie auf alle Fahrwerkskomponenten.
  • November 2012: Der panther tritt zum Wehrdienst an. Die Bundeswehr beschafft acht dreiachsige Semi-Sattelauflieger für ihre vielfältigen logistischen Einsätze.
  • Oktober 2014: Ein rechnergestütztes CAN-Bus-System ersetzt elektrische Druckschalter und menügeführten Funk – die DOLL tronic mit Keypads und Funkfernsteuerung ist geboren.
  • Januar 2015: Die bis heute größten panther. Die österreichische Felbermayr Holding GmbH stellt einen zehnachsigen Semi-Sattelauflieger in Dienst. Ein weiterer folgt noch im gleichen Jahr für die Thomas Scheder Schwertransporte GmbH. Mit Ladegütern von mehr als 100 Tonnen bleiben diese Auflieger bis heute ganz besondere Meilensteine.
  • September 2018: Premiere des Trailer-Management-Systems DOLL connect. Das System baut ebenfalls auf der Sensorik der DOLL tronic auf.
  • April 2019: Der panther erhält das EEP-System („elektonische Einspurung positionsunabhängig“). Nach dem Be- und Entladen wird der Auflieger automatisch eingespurt, ohne die Zugmaschine dafür erst gerade ziehen zu müssen.
  • Oktober 2019: Ein weiterer deutlicher Qualitätsbeweis. Auf zahlreiche Militäraufträge seit 2013 folgt 2019 ein Großauftrag über 40 achtachsige Semi-Sattelauflieger.
  • Sommer 2020: DOLL schlägt ein neues Kapitel in der panther Geschichte auf. Fortsetzung folgt ...

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